Wirtschaft und Verwaltung

Verwaltungsfachangestellte / Verwaltungsfachangestellter



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Starttermin: 11.07.19
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Aufgaben im Beruf


Die Ausbildung zum / zur Verwaltungsfachangestellten ermöglicht eine abwechslungsreiche und verantwortungsvolle Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Verwaltungsfachangestellte sind vielseitig einsetzbar und werden überwiegend in der Kommunalverwaltung, aber auch – durch die Ausbildungsinhalte Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre, Personalwesen, Wirtschafts- und Sozialkunde – in anderen öffentlichen Einrichtungen wie Stadtwerken, Kliniken und sogar in Privatunternehmen eingesetzt. Das Betätigungsfeld umfasst Sachbearbeitertätigkeiten, z. B.:

  • Buchhalterische Tätigkeiten in der Kämmerei
  • Führen der Gemeindekasse
  • Erstellen von Arbeitsverträgen
  • Entgeltabrechnungen
  • Erstellen von Beschlussvorlagen für den Gemeinderat
  • Berechnung der Hilfe zum Lebensunterhalt
  • Erlass einer Hundehalteranordnung


Voraussetzungen


Künftige Verwaltungsfachangestellte benötigen neben einem sicheren Auftreten ein gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen. Weiterhin sollte ein Gespür für juristische Problemstellungen vorhanden sein. Die Anwendung von Vorschriften und die Erfassung von konkreten Sachverhalten verlangen eine gute Auffassungsgabe sowie logisches und abstraktes Denken. Verwaltungsfachangestellte haben mit Bürgern in unterschiedlichsten Lebenslagen Kontakt. Deshalb ist es unerlässlich, dass Sie Kontraktfreude, bürgerfreundliches Verhalten, Einfühlungsvermögen, Geduld und Verantwortungsbereitschaft sowie ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild mitbringen. Die Tätigkeiten sind als körperlich leicht einzuschätzen und werden abwechselnd im Stehen, Gehen und Sitzen durchgeführt.


Ausbildung


Der staatlich anerkannten zweijährigen Ausbildung liegt der Ausbildungsrahmenplan, die Lehrplanrichtlinien für die Berufsschule und der Stoffgliederungsplan der Bayerischen Verwaltungsschule zugrunde. Während der Ausbildung findet ein externes Praktikum in einer Behörde statt. Hier werden vorwiegend die theoretischen Kenntnisse des Verwaltungsrechts – von der Antragstellung über die Sachverhaltsermittlung bis zum Erlass eines Bescheides – in die Praxis umgesetzt. Zusätzlich werden für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Integrationshilfen angeboten. Die Ausbildung erfolgt handlungsorientiert. Zur Ausbildung gehören die Anwendung von Word und Excel, mit der Möglichkeit der Zertifizierung.


Dauer und Abschluss


Die Zwischenprüfung nach einem Jahr sowie die Abschlussprüfung nach einer Ausbildungsdauer von 24 Monaten erfolgt vor der Bayerischen Verwaltungsschule. Die Prüfung erfolgt in fünf Prüfungsbereichen:

  • Verwaltungsbetriebswirtschaftslehre
  • Personalwesen
  • Verwaltungsrecht und Verwaltungsverfahren
  • Wirtschafts- und Sozialkunde
  • Fachpraktische Prüfung

Die fachpraktische Prüfung besteht aus einem Fachgespräch, in dem überwiegend die Bereiche Kommunalrecht, Sicherheitsrecht sowie Sozialleistungsrecht behandelt werden. In diesem Prüfungsgespräch wird neben der Fachkompetenz auch die Sozial- und die Handlungskompetenz bewertet. Mit dem erfolgreichen Abschluss erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Abschlusszeugnis der Bayerischen Verwaltungsschule und führen die Berufsbezeichnung Verwaltungsfachangestellter. Für die geprüften Verwaltungsfachangestellten bestehen Weiterbildungsmöglichkeiten zum Verwaltungsfachwirt und zum Verwaltungsbetriebswirt.


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