Wie werden Entscheidungen zum Umwelt- und Verbraucherschutz getroffen? Was passiert eigentlich beim Rückbau eines Kernkraftwerks? Und wie sieht der Arbeitsalltag eines Staatsministers aus? Antworten auf diese Fragen erhielten die angehenden staatlich geprüften Bautechniker des Kurses BT 33 bei einer spannenden Exkursion nach München.
Gemeinsam mit ihrem Kursleiter Dr. Bauer besuchte der Kurs das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und erhielt dabei exklusive Einblicke in die Arbeit einer obersten Landesbehörde. Nach der Begrüßung durch die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit stellte Ministerialdirektor Dr. Rüdiger Detsch die vielfältigen Aufgaben des Ministeriums vor. Im anschließenden Austausch diskutierten die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen im Umwelt- und Verbraucherschutz und nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an den Experten zu richten.
Ein besonderer Höhepunkt des Tages war der Fachvortrag von Dr. Tobias Kloubert zum Rückbau der Kernkraftwerke Isar 1 und Isar 2. Als verantwortlicher Experte für Genehmigung und technische Überwachung dieser komplexen Prozesse gewährte er faszinierende Einblicke in eines der anspruchsvollsten technischen Projekte Deutschlands. Dabei wurde deutlich, welche hohen Anforderungen an Planung, Sicherheit und Organisation beim Rückbau kerntechnischer Anlagen gestellt werden.
Ein weiteres Highlight ließ nicht lange auf sich warten: Bayerns Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, nahm sich persönlich Zeit für den Kurs. Nach einem Einblick in seinen beruflichen Werdegang entwickelte sich eine offene Gesprächsrunde, in der die angehenden Bautechniker nicht nur interessierte, sondern auch kritische Fragen stellen konnten. Der direkte Austausch mit einem Mitglied der Bayerischen Staatsregierung machte Politik greifbar und sorgte für viele spannende Denkanstöße.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen führte die Exkursion weiter zur Bayerischen Staatskanzlei. Bei einer Führung durch das eindrucksvolle Gebäude erfuhren die Teilnehmenden mehr über dessen bewegte Geschichte – vom ehemaligen Armeemuseum über die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg bis hin zur heutigen Verbindung historischer und moderner Architektur.
Die Exkursion bot weit mehr als einen Blick hinter verschlossene Türen: Sie verband bautechnisches Fachwissen mit politischen Entscheidungsprozessen und zeigte eindrucksvoll, wie eng Technik, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verknüpft sind. Für den Kurs BT 33 war es ein abwechslungsreicher Tag voller neuer Perspektiven und wertvoller Eindrücke – Erfahrungen, die den Unterricht auf besondere Weise ergänzen.
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Exkursion ins Bayerische Umweltministerium