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Tag der offenen Tür im BFW Neubau

Rund 300 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, unser neues Ausbildungsgebäude kennenzulernen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und gemeinsam mit uns auf über fünf Jahrzehnte berufliche Rehabilitation zurückzublicken.

 

Ein ganz besonderer Moment: Neun ehemalige Teilnehmer und zwei Ausbilder des ersten Umschulungskurses für Informationselektroniker kehrten 52 Jahre nach ihrem Ausbildungsbeginn an den Ort ihres beruflichen Neuanfangs zurück.


Beim Tag der offenen Tür öffnete das BFW München sein neues Ausbildungsgebäude erstmals für die Öffentlichkeit. Rund 300 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen eines der modernsten Bildungs- und Rehabilitationszentren Bayerns zu werfen. Unter den Gästen befanden sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, ehemalige Teilnehmer sowie Mitglieder des Kirchseeoner Marktgemeinderats.

Für einen besonders emotionalen Moment sorgte das Wiedersehen mit Teilnehmern des ersten Umschulungskurses aus dem Jahr 1974. Die damaligen angehenden Informationselektroniker erinnerten sich an ihre ersten Unterrichtsstunden in einer noch unfertigen Bildungseinrichtung. „Wir waren der allererste Lehrgang für Informationselektroniker, der im BFW Kirchseeon ausgebildet wurde, und können deshalb mit Stolz sagen: Wir waren von Anfang an dabei“, erinnert sich Heinz Wölfel, einer der Rehabilitanden aus dem Gründungsjahr des BFW. „Damals standen unsere Tische noch in der Aula, weil die Klassenräume nicht fertig waren. Dass hier heute so ein modernes Ausbildungszentrum steht, hätten wir uns damals nie träumen lassen.“

Mehr als fünf Jahrzehnte später standen die ehemaligen Teilnehmer wieder an genau dem Ort, an dem einst ihre berufliche Zukunft begann – heute ein hochmodernes Ausbildungsgebäude, in dem Menschen nach Krankheit oder Unfall neue berufliche Perspektiven erhalten.

„Wenn man die ehemaligen Teilnehmer heute erzählen hört, wie ihre Umschulung damals in einer noch unfertigen Baustelle begann, wird einem bewusst, welchen Weg das Berufsförderungswerk in den vergangenen 52 Jahren gegangen ist. Entscheidend ist aber, dass sich eines nie verändert hat: Unser Auftrag ist es, Menschen nach einem gesundheitlichen Schicksalsschlag wieder eine echte berufliche Perspektive zu eröffnen“, sagt Geschäftsführer Günther Renaltner.

In mehreren Präsentationen führte Günther Renaltner die Besucher durch die Entstehung des Neubaus und die Entwicklung des Berufsförderungswerks. Seit Anfang 2026 wird das neue Ausbildungsgebäude bereits genutzt. Moderne Fachräume, digitale Lernumgebungen und eine vollständig barrierefreie Architektur bieten optimale Voraussetzungen für eine zeitgemäße berufliche Rehabilitation.

Der Neubau ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms am Standort Kirchseeon. Insgesamt investiert das Berufsförderungswerk rund 63 Millionen Euro in neue Gebäude, Brandschutzmaßnahmen und die Modernisierung des Campus. Mit den Investitionen schafft das Berufsförderungswerk die Voraussetzungen, um Menschen auch künftig nach gesundheitlichen Einschnitten bestmöglich auf ihrem Weg zurück ins Berufsleben zu begleiten.

Während des Tags der offenen Tür konnten die Besucherinnen und Besucher die neuen Ausbildungsräume besichtigen, mit Mitarbeitern ins Gespräch kommen und sich über die vielfältigen Bildungs- und Qualifizierungsangebote informieren. Auch die neue Mensa stand den Gästen offen und lud zum gemeinsamen Mittagessen ein. 

Am Ende des Tages wurde deutlich, wie eng im Berufsförderungswerk Vergangenheit und Zukunft miteinander verbunden sind. Während sich die ehemaligen Umschüler an ihre ersten Unterrichtsstunden in einer Baustelle erinnerten, konnten die Besucher erleben, wie aus den Anfängen ein moderner Bildungscampus entstanden ist – ein Ort, der auch künftig vielen Menschen den Weg zurück ins Berufsleben ermöglichen wird.

Für Heinz Wölfel und seine damaligen Ausbildungskollegen war der Besuch deshalb weit mehr als eine nostalgische Reise in die Vergangenheit: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich das BFW in den vergangenen 52 Jahren entwickelt hat. Aber eines ist bis heute gleichgeblieben: Hier bekommen Menschen nach einem Schicksalsschlag die Chance auf einen beruflichen Neuanfang. Dass wir das miterleben dürfen, macht uns schon ein bisschen stolz.“

Mit dem neuen Ausbildungsgebäude schreibt das Berufsförderungswerk München diese Erfolgsgeschichte fort – damit auch künftige Generationen von Rehabilitandinnen und Rehabilitanden die Chance auf einen erfolgreichen beruflichen Neustart erhalten.