Metall-Berufe / Techn. Produktdesigner

Fachkraft für Metalltechnik, Fachrichtung Zerspanungstechnik



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Aufgaben im Beruf


Fachkräfte für Metalltechnik arbeiten in verschiedenen Handwerks- und Industriebetrieben des Maschinen- oder Fahrzeugbaus. Sie stellen in Serien-, oft auch in Einzelfertigung Werkstücke, Bauteile oder funktionstüchtige Baugruppen her. Sie bedienen dabei konventionelle Fräs-, Schleif- oder Drehmaschinen, in der Serienfertigung überwiegend computergesteuerte Werkzeugmaschinen. Vor der Bedienung der verschiedenen Werkzeugmaschinen werten die Fachkräfte für Metalltechnik die erforderlichen technischen Zeichnungen und Stücklisten aus und setzen sie für die folgende Fertigung um. Nach Erhalt der genauen Arbeitsanweisungen wählen sie die geeigneten Maschinen und Werkzeuge aus, stellen die Maschinen ein, spannen die zu bearbeitenden Rohlinge ein und richten sie aus. Nach dem Anfahren überwachen sie den Fertigungsprozess und prüfen anschließend die fertigen Erzeugnisse. Regelmäßiges Säubern, Pflegen und Warten der Maschinen gehören zu ihren Routineaufgaben.


Voraussetzungen


Die angehenden Fachkräfte für Metalltechnik benötigen ein grundlegendes technisches Verständnis und räumliches Vorstellungsvermögen. Für die Vorbereitung und Durchführung des Fertigungsprozesses benötigen sie handwerkliches Geschick und für das Aufspannen des Werkstücks eine gute Auge-Hand-Koordination. Die Überwachung des gesamten Zerspanungsprozesses erfordert dauerhafte Aufmerksamkeit. Die körperlichen Anforderungen sind als gering einzustufen, da diese Tätigkeit überwiegend in wechselnder Körperhaltung erfolgt. Die notwendige Zusammenarbeit mit Kollegen erfordert die Entwicklung der sogenannten Schlüsselqualifikationen wie Team-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit. Die stetige technische Entwicklung setzt die fortwährende Bereitschaft zur Weiterbildung voraus.


Ausbildung


Die 18-monatige Ausbildung erfolgt nach dem staatlichen Rahmenlehrplan und der Verordnung über die Berufsausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik in der Fachrichtung Zerspanungstechnik. Während der Ausbildung ist ein externes Praktikum in einem geeigneten Unternehmen durchzuführen. Die Ausbildung erfolgt überwiegend fächerübergreifend und handlungsorientiert.


Dauer und Abschluss


Die Abschlussprüfung erfolgt nach einer Ausbildungsdauer von 18 Monaten vor der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern. Die erfolgreichen Teilnehmer tragen anschließend die Berufsbezeichnung "Fachkraft für Metalltechnik." Im Prüfungsbereich Fertigungsauftrag (praktische Prüfung) soll in sieben Stunden ein
Prüfungsstück hergestellt werden. Der Anteil an der Gesamtprüfung beträgt 60 %. In den anderen Bereichen sind schriftliche Aufgaben zu bearbeiten (theoretische Prüfung),
und zwar bei der Fertigungstechnik (Gewichtung 20 %) in 90 Minuten, bei der Arbeitsplanung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde (Gewichtung jeweils 10 %) in je 60 Minuten. Die anschließende Fortführung der Ausbildung in einem der Ausbildungsberufe Zerspanungsmechaniker oder Feinwerkmechaniker mit dem Schwerpunkt Zerspanungstechnik ist möglich.


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