IT-Berufe

Fachinformatikerin / Fachinformatiker, Fachrichtung Systemintegration



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Starttermin: 06.07.22
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Aufgaben im Beruf


Fachinformatikerinnen / Fachinformatiker, Fachrichtung Systemintegration analysieren, planenund realisieren komplexe informations- und telekommunikationstechnische Systeme. Bereits bestehende IT-Netzwerke und Strukturen werden von Fachinformatikerinnen / Fachinformatikern, Fachrichtung Systemintegration erweitert, erneuert, integriert und optimiert unter Berücksichtig von neuen technischen Trends. Sie beheben Störungen durch den Einsatz von Experten- und Diagnosesystemen. Kunden und Benutzern stehen sie für die fachliche Beratung, Betreuung und Schulung zur Verfügung. Typische Einsatzgebiete sind zum Beispiel Rechenzentren, Netzwerke, Client / Server-Systeme, Festnetze oder Funknetze.


Voraussetzungen


Der staatlich anerkannte Ausbildungsberuf stellt gehobene Anforderungen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Schulische Kenntnisse, die dem qualifizierenden Hauptschulabschluss entsprechen, sollten vorliegen. Weiterhin ist abstrakt-logisches Denken erforderlich. Kommunikations- und Teamfähigkeit, sorgfältiges und verantwortliches Handeln sowie die Bereitschaft zum Erlernen technischer und kaufmännischer Zusammenhänge erleichtern die Ausbildung. Die stetige Entwicklung der Informations- und Telekommunikationstechnik setzt die Bereitschaft zur Weiterbildung voraus. Der Beruf ist für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet.


Ausbildung


Die zweijährige Ausbildung erfolgt fächerübergreifend und handlungsorientiert in Form von Geschäftsprozessen. Dabei werden frühzeitig insbesondere die Schlüsselqualifikationen trainiert, die Planung, Bewertung und Ausführung spezifischer Kundenaufträge verlangen. Besonderer Wert wird auf eine ganzheitliche Vermittlung der technischen und kaufmännischen Inhalte sowie auf Präsentationstechniken gelegt. Technisches Englisch ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausbildung. Die Ausbildung beinhaltet ein sechsmonatiges Praktikum. Das Praktikum liegt am Ende der Ausbildung, um einen Übergang ins Berufsleben zu erleichtern.


Dauer und Abschluss


Die Abschlussprüfung erfolgt nach einer Ausbildungsdauer von 24 Monaten vor der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern. Die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer tragen anschließend die Berufsbezeichnung "Fachinformatikerin / Fachinformatiker, Fachrichtung Systemintegration." Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Im schriftlichen Teil lösen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 240 Minuten berufsbezogene Situationsaufgaben. Im praktischen Teil führen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Kundenauftrag von 35-stündiger Dauer im Praktikumsbetrieb durch. Dieser Kundenauftrag wird dann in einem 30-minütigen Fachgespräch vor der Prüfungskommission präsentiert und erläutert. Für die Fachkräfte der IT-Branche existiert ein System von 29 Weiterbildungsangeboten. Dadurch werden Qualifizierungen im engeren Tätigkeitsfeld angeboten sowie Möglichkeiten eröffnet, das eigene Fachgebiet zu verlassen und sich in anderen Tätigkeitsfeldern zu etablieren. Es werden durch dieses Weiterbildungssystem vielfältige Karrierewege eröffnet, die letztendlich eine Vergleichbarkeit mit den Studienabschlüssen wie Bachelor oder Master zulassen.


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