Elektronik-Berufe

Industrieelektrikerin / Industrieelektriker für Geräte und Systeme



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Starttermin: 08.02.23
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Aufgaben im Beruf


Industrieelektrikerinnen / Industrieelektriker für Geräte und Systeme arbeiten insbesondere in der Produktion der Elektroindustrie, der Informations- und Kommunikationstechnik. Industrieelektrikerinnen / Industrieelektriker für Geräte und Systeme sind ausgebildete Elektrofachkräfte im Sinne der Unfallverhütungsvorschriften und nach der DIN VDE 1000 Teil 10. Sie stellen elektronische Komponenten, Geräte und Systeme nach den Anforderungen ihrer Kunden her und nehmen sie in Betrieb. In der Produktion bearbeiten, montieren und verbinden sie mechanische Komponenten und elektrische Betriebsmittel. Sie analysieren elektrische Systeme, führen Funktions- und Sicherheitsprüfungen an elektrischen Systemen, Komponenten und Geräten durch. Sie dokumentieren die Produktionsdaten und ergreifen die erforderlichen qualitätssichernden Maßnahmen. Industrieelektrikerinnen / Industrieelektriker installieren und konfigurieren auch IT-Systeme. Sie berücksichtigen dabei die Vorgaben des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit und der Wirtschaftlichkeit. Typische Tätigkeitsfelder sind:

  • Bestücken von Leiterplatten
  • Montage von Bauteilen und Baugruppen
  • Geräte-(End)Montage
  • Überwachen und Durchführen von Messungen und Prüfungen


Voraussetzungen


Der staatlich anerkannte Ausbildungsberuf stellt gehobene Anforderungen an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Schulische Kenntnisse, die dem qualifizierenden Hauptschulabschluss entsprechen, sollten vorliegen. Ferner ist abstrakt-logisches Denken erforderlich. Kommunikations- und Teamfähigkeit, sorgfältiges und verantwortliches Handeln sowie technisches Verständnis erleichtern die Ausbildung. Die konjunkturellen und strukturellen Veränderungen in der Elektroindustrie setzen nach der Ausbildung zur Industrieelektrikerin / zum Industrieelektriker die ständige Bereitschaft zur Weiterbildung voraus. Der Beruf ist für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet.


Ausbildung


Die Ausbildung erfolgt fächerübergreifend und handlungsorientiert in Form von Arbeits- und Geschäftsprozessen und fördert die Schlüsselqualifikationen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Technisches Englisch ist wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Eine externe betriebliche Lernphase ist in die Maßnahme integriert. Es erstreckt sich über drei Monate und schafft die Verbindungen zum späteren Tätigkeitsbereich und erleichtert so den Übergang in den Arbeitsmarkt.


Dauer und Abschluss


Die Maßnahme endet mit der Abschlussprüfung nach einer Ausbildungsdauer von 18 Monaten vor der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern. Die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer tragen die Berufsbezeichnung "Industrieelektrikerin / Industrieelektriker." Die Abschlussprüfung besteht aus vier Prüfungsbereichen. Die ersten beiden Prüfungsbereiche beinhalten eine komplexe fachrichtungsspezifische Arbeitsaufgabe von höchstens acht Stunden und einen betrieblichen Auftrag zum Thema „Elektrische Sicherheit“ von höchstens fünf Stunden Dauer mit anschließendem Fachgespräch von höchstens 20-minütiger Dauer. In den Prüfungsbereichen „Schaltungs- und Funktionsanalyse“ und „Wirtschafts- und Sozialkunde“ werden schriftliche Aufgaben in einem Zeitraum von 90 bzw. 60 Minuten bearbeitet. Nach einer praktischen Tätigkeit von mindestens einem Jahr als Industrieelektrikerin / Industrieelektriker stehen Ihnen konkrete Weiterbildungen offen, z.B. als Informationstechnikerin / Informationstechniker, Kommunikationstechnikerin / Kommunikationstechniker oder Industriemeisterinnen / Industriemeister.


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