Gesundheitsberufe

Medizinische Fachangestellte / Medizinischer Fachangestellter



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Starttermin: 05.07.23
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Aufgaben im Beruf


Medizinische Fachangestellte (MFA) sind qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arztes in der freien Praxis, in Krankenhäusern, Gesundheitsämtern und medizinischen Instituten. Weitere Tätigkeitsfelder sind medizinische Laboratorien und die pharmazeutische Industrie. Das Aufgabenfeld ist vielseitig und umfasst praktische medizinische Assistenzleistungen im Bereich der Diagnostik und Therapie. Zum Berufsbild gehören aber auch die Erledigung anfallender Verwaltungsarbeiten und die kassenärztliche und privatärztliche Abrechnung. Wichtig ist aber vor allem ein kompetenter und vertrauensvoller Umgang mit den Ihnen anvertrauten Patienten. Bei entsprechendem Engagement und der erforderlichen Weiterbildungsbereitschaft können Medizinische Fachangestellte zur Erstkraft in einer Praxis aufsteigen, die Qualifikation zur / zum Fach-MFA, zur / zum QM-Beauftragten oder zur Hygienekraft erwerben. Ebenso können Qualifikationen als Schulungs- und Beratungsassistenten erworben werden. Wenn sich Medizinische Fachangestellte spezialisieren wollen und dabei vertieftes Fachwissen erwerben, finden sie Anstellung bei den verschiedenen Fachärzten.


Voraussetzungen


Die Tätigkeit der / des Medizinischen Fachangestellten erfordert Kontaktfähigkeit, Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Verschwiegenheit und Genauigkeit im Umgang mit Patienten. Für die praktische Assistenz bei der Diagnostik und der Behandlung sowie anfallenden Labortätigkeiten ist die Bereitschaft und Fähigkeit zur Anpassung und manuelles Geschick wünschenswert. Als schulische Voraussetzung für die Ausbildung zur / zum Medizinischen Fachangestellten ist der Hauptschulabschluss erwünscht. Überempfindlichkeiten der Haut gegen chemische Stoffe müssen individuell medizinisch abgeklärt werden.


Ausbildung


Die Ausbildung erfolgt nach dem staatlichen Rahmenlehrplan und der Verordnung über die Berufsausbildung zur / zum Medizinischen Fachangestellten auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes. Während der Ausbildung ist ein externes Praktikum von sechs Monaten Dauer in geeigneten Arztpraxen abzuleisten. In projektförmigen Arbeitsaufträgen werden im Bereich der Assistenztätigkeiten unterschiedliche Diagnostik- und Behandlungstechniken und Laboruntersuchungen durchgeführt. Während der Ausbildung werden EDV-Kenntnisse in der Textverarbeitung von Arztbriefen usw. erworben und mit einem Verwaltungsprogramm für Arztpraxen gearbeitet. Weitere Schwerpunkte liegen im Bereich Praxismanagement und Datenschutz. Intensive Integrationshilfen erleichtern den Übergang in den Arbeitsmarkt.


Dauer und Abschluss


Die Ausbildung dauert 24 Monate und endet mit der Abschlussprüfung vor der Bayerischen Landesärztekammer. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Dabei werden die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten in der theoretischen und praktischen Fachkunde, in den Verwaltungsfächern sowie in Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft. Nach bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Zeugnis der Bayerischen Landesärztekammer mit der Erlaubnis, die Berufsbezeichnung "Medizinische Fachangestellte / Medizinischer Fachangestellter" zu führen. Ferner stellt das Berufsförderungswerk München ein Abschlusszeugnis aus. Durch den späteren Erwerb von Zusatzqualifikationen (z. B. Röntgenschein, OP-Assistenz-Kurs) erlangen Medizinische Fachangestellte die Berechtigung, in den entsprechenden Facharztpraxen (hier für Radiologie bzw. Chirurgie) zu arbeiten.


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