26.09.2017
Kategorie: Aktuelles

Erfolgsstory: Vom Metzgermeister zum Feinwerkmechaniker.

Sebastian Thaurer ist Feinwerkmechaniker und bedient in der Produktionshalle der Hinteregger GmbH in Bruckmühl eine 5-Achs-Fräsmaschine.


Sein neuer Beruf macht Sebastian Thaurer viel Freude.

Neben den Achsen X, Y und Z für die Linearbewegung in jeweils eine Raumrichtung besitzen diese CNC-Maschinen zusätzlich zwei Schwenk- und Rotationsachsen. Thaurer programmiert die fünf Bearbeitungsachsen der Maschine so, dass das im Auftragszettel vorgegebene Bauteil entsteht. „Wir produzieren Miniserien, also maximal 20 Stück eines Bauteils“, sagt er. Sein Unternehmen ist B-Zulieferer der Automobilindustrie und stellt Prototypen her.

„Das Tolle an meinem Beruf ist die Wertschöpfung.“, schwärmt Thaurer. „Die hergestellten Werkstücke sind bleibend und ich schaue sie mir wirklich gerne an.“ In seinem vorherigen Beruf als Metzger sei das anders gewesen: „Wurst ist immer schnell gegessen“, scherzt er, der diesen „brutal schweren Beruf“ mehr als 25 Jahre ausgeübt hatte. Für seine Meisterprüfung hatte er sogar den Staatspreis als bester Absolvent erhalten. „Aber man trägt immer Gummistiefel, es ist nass und kalt. Und man muss jeden Tag schwere Kisten heben.“, erklärt Thaurer. Ein deformiertes Kreuz war die Folge. Schließlich prophezeite ihm der Orthopäde lebenslange Schmerzen, ja sogar einen steifen Rücken, wenn er weiter als Metzger arbeiten würde.

Thaurer stellte deshalb einen Antrag auf berufliche Rehabilitation und absolvierte eine Berufsfindung und Arbeitserprobung, die für eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker sprach. Die Umschulung  im Berufsförderungswerk (BFW) München begann der Oberaudorfer im Februar 2013. Anfangs sei die Umstellung schwer gewesen. „Aber mir hat wirklich alles gut gefallen. Ich denke deshalb bis heute noch gerne an die Zeit in Kirchseeon zurück. Das enorme Fachwissen der Ausbilder, insbesondere von Herrn Zenz, weiß ich wirklich zu schätzen.“, sagt er.

Auf Rat seines Reha- und Integrationsmanagers hatte er sich bei der Hinteregger GmbH um das dreimonatige externe Pflichtpraktikum beworben. „Ich wurde direkt an den großen Maschinen eingesetzt“, erinnert sich der Feinwerkmechaniker. Er sei fleißig, zuverlässig und immer pünktlich gewesen – Werte, mit denen er im 20-köpfigen Team der Hinteregger GmbH von sich überzeugte. Noch als Praktikant sicherte er sich so die Übernahme in die Festanstellung. „Das war mir extrem wichtig und bedeutete eine enorme Erleichterung. Ich war schließlich noch nie arbeitslos.“, erzählt der dreifache Familienvater, der übergangslos nach Ausbildungsende im Februar 2015 wieder arbeitete.

„Als Feinwerkmechaniker kann ich meine handwerklichen Fähigkeiten aus meinen ersten Beruf weiterhin unter Beweis stellen. Ich habe wirklich Spaß an meiner neuen, wertschöpfenden Tätigkeit“, sagt Thaurer. Dank der Arbeiten in wechselnden Körperhaltungen im Sitzen und Stehen habe er keine gesundheitlichen Probleme mehr. Augenzwinkernd fügt er abschließend hinzu: „Nur manchmal wünschte ich mir tatsächlich, nochmal Schüler im BFW in Kirchseeon zu sein.“

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