12.07.2017
Kategorie: Aktuelles

Zwischenbilanz: Das Projekt "Chance für München" ist ein voller Erfolg.

Eine positive Zwischenbilanz des Schwerbehinderten-Inklusionsprojekts „Chance für München“ hat das Berufsförderungswerk München am 11. Juli auf einer Pressekonferenz in München gezogen.


Integrationsmanagerin Theresa Zitzmann und Projektleiter David Riedel.

Die Individuelle Betreuung der Teilnehmer und die intensive Arbeit an den ganz persönlichen Integrationshindernissen sind die Stärken von "Chance für München".

Ziel des Projektes ist es, langzeitarbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung wieder zurück ins Arbeitsleben zu helfen. War dafür anfangs eine Erfolgsquote von 25 Prozent angestrebt, konnten inzwischen insgesamt 53 Prozent der bisher 80 Teilnehmer in eine Arbeit vermittelt werden. Im Durchschnitt durchlaufen die Teilnehmer das Projekt in sieben Monaten. Wegen der hohen Erfolgsquote wird die maximale Teilnehmerzahl nun von 25 auf 30 Personen erhöht.

Das Erfolgsrezept von „Chance für München“ ist der sehr gute Betreuungsschlüssel von fünf Mitarbeitern für 25 Teilnehmer, der eine hoch individualisierte Herangehensweise ermöglicht. „Die Projektmitarbeiter nehmen sich Zeit für ihre Klienten, führen lange Gespräche und begleiten sie zu Beratungsterminen aller Art“, erklärt Projektleiter David Riedel. Dadurch würden oft zum ersten Mal die konkreten Problemlagen der schwerbehinderten Langzeitarbeitslosen überhaupt erkannt und es könnten individuelle Lösungen gefunden werden.

Die konkreten Berufe, in die Klienten vermittelt wurden, reichen vom hochqualifizierten Qualitätsmanager über die Verkäuferin bis hin zu einfachen Hilfsaufgaben in Wäscherei oder Büro. „In über der Hälfte aller Fälle erreichen wir unser Ziel der nachhaltigen Integration schwerbehinderter Menschen in den Arbeitsmarkt“, sagt Riedel. Dies liege auch daran, dass die Teilnehmer noch bis zu sechs Monate nach Aufnahme einer Arbeit weiter betreut würden. „Dadurch können wir bei ‚Startschwierigkeiten‘ vermitteln und verhindern, dass bekannte Probleme wieder auftauchen“, so der Projektleiter.

Während die Teilnehmer von „Chance für München“ dem Projektteam durch das Jobcenter München vermittelt werden, gestaltet sich die Suche nach geeigneten Arbeitgebern schwieriger. „Eigentlich unverständlich“, meint Integrationsmanagerin Theresa Zitzmann, „denn wir bieten uns den Unternehmen als kostenlose ‚Lotsen‘ an. Wir beantragen Fördermittel, kümmern uns um die Einrichtung des Arbeitsplatzes und helfen bei allen Problemen in der Einarbeitungsphase.“ Vielen Arbeitgebern sei noch nicht einmal bewusst, dass die Einstellung eines Schwerbehinderten mit erheblichen Summen gefördert werden könne. „Hier überwiegen oft noch Vorurteile, die wir aber meist schnell entkräften können“, sagt Zitzmann.

„Chance für München“ ist ein Projekt des Berufsförderungswerks München, einer gemeinnützigen und überbetrieblichen Einrichtung der beruflichen Rehabilitation, in Kooperation mit der Fachstelle für berufliche Wiedereingliederung des Jobcenters München und gefördert von der „Initiative Inklusion“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Es hat im August 2015 mit einer Laufzeit von drei Jahren begonnen. Eine Weiterführung des Projektes über 2018 hinaus wird angestrebt.


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