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2. Regionaler Unternehmertag am 14.07.2010

 Beim 2. Regionalen Unternehmertag im Berufsförderungswerk Kirchseeon am Mittwoch, 14. Juli 2010, 19:30 - 21:30 Uhr wurden folgende Themen behandelt. Zu den einzelnen Themen können Sie die entsprechenden Präsentationen als PDF-Datei herunterladen.

Themen des 2. Regionalen Unternehmertages

  •  Gesunde Arbeit in Bayern: Gesundheit im Betrieb gestalten - Praxisfälle aus kleinen und mittleren Betrieben; Projekt Gesunde Arbeit Referentin Christine Treitler, BFW München. Präsentation
  • Erkrankte Mitarbeiter effizient eingliedern -Praxisbeispiele ; Case Management BFW München; Referentin Gabriele Bäumler, BFW München. Präsentation
  • Steuerfreibetrag 500 EUR für betriebliche Gesundheitsförderung; AOK Bayern, Referent Bernhard Frey, AOK Ebersberg. Präsentation 
  • Arbeitsrechtliche Aspekte rund um krankheitsbedingte Fehlzeiten bzw. Leistungsminderung - Rechte und Pflichten aus Unternehmersicht; Kanzlei für Arbeitsrecht Schweier, Kristina Schweier, Fachanwältin für Arbeitsrecht. Präsentation
 
 
 
Pressebericht über die Veranstaltung:

Gesundheitsförderung als ein Beitrag wirtschaftlichen Erfolgs

 

Fachanwältin Kristina Schweier referiert im BFW Kirchseeon über die arbeitsrechtlichen Aspekte der Leistungsminderung

 
Leistungsmängel einzelner Mitarbeiter am Arbeitsplatz können vielfältige Ursachen haben. „Deshalb gibt es auch keine Patentrezepte für Arbeitgeber, wie sie auf auftretende Fälle der Minderleistung reagieren können“, erklärte Kristina Schweier, Fachanwältin für Arbeitsrecht aus München auf den 2. Regionalen Unternehmertag, der im Berufsförderungswerk München stattfand. „Ziel meines Vortrags ist es, Ihnen die unterschiedlichen Ursachen der Leistungsminderung und die möglichen Reaktionsmöglichkeiten der Arbeitgeber darzulegen.“ Fachanwältin Kristina Schweier wurde vom Projektleiter „Gesunde Arbeit“, Jochen Kunert, in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft, IHK-Gremium Ebersberg und AOK Bayern ins BFW München eingeladen, um einen Aspekt der Gesundheitsförderung und der arbeitsrechtlichen Möglichkeiten darzulegen. Besonders freute sich Jochen Kunert auch über die Teilnahme Bernhard Freys von der Geschäftstelle Ebersberg der AOK Bayern, der über die Steuerbefreiung der Betriebe bei Maßnahmen der Gesundheitsförderung referierte.
 
Als einen wichtigen Themenschwerpunkt behandelte Kristina Schweier die krankheitsbedingte Leistungsminderung. Nach den bestehenden gesetzlichen Regelungen muss sich die Kündigung durch den Arbeitgeber nach den Grundsätzen der Verhältnismäßigkeit richten. Präventive Maßnahmen wie Vermeidung von Gefahren und konkrete Gesundheitsförderung, Angebote der Rehabilitation und Integration müssen vorher durchgeführt werden, bevor als letzte Konsequenz eine Kündigung erfolgen kann. Am Schluss ihres Referates ging Frau Schweier noch ausführlich auf die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers bei schwerbehinderten Mitarbeitern ein.
 
Die weiteren Tagesordnungspunkte vor 30 Unternehmensvertretern, die überwiegend aus dem Landkreis Ebersberg kamen, behandelten praktische Beispiele der Gesundheitsförderung im Betrieb und die effiziente Integration in den ersten Arbeitsmarkt durch das Case Management und Betriebliche Eingliederungsmanagement des BFW München. Jochen Kunert, regionaler Projektleiter des Projekts „Gesunde Arbeit“, beschrieb in seiner Begrüßung die allgemeinen Aufgaben des Berufsförderungswerks zur erfolgreichen beruflichen Integration, wies aber besonders auf die Zielsetzungen und Aufgaben der „Gesunden Arbeit“ zur Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen hin. „Im Gegensatz zu den Großunternehmen, die in der Lage sind, gezielt Gesundheitsförderung in ihren Betrieben zu betreiben, ist es kleineren Unternehmen oft nicht möglich, eigenständig ein effektives Gesundheitsmanagement einzurichten. Die Mitarbeiter der „Gesunden Arbeit“ dienen als Lotse, die durch Sensibilisierung, Beratung und Vermittlung von Hilfsangeboten Unterstützung leisten“, beschrieb Jochen Kunert die Aufgaben des Projekts. Anschließend an Herrn Kunert erläuterte Christine Treitler praktische Beispiele aus der „Gesunden Arbeit“. Gabriele Bäumler – verantwortlich für die Dienstleistung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements im BFW München – berichtete über die erfolgreichen Eingliederungserfolge.
 
Die Verantwortlichen der Veranstaltung haben sich bei der Verabschiedung sehr über die engagierte Beteiligung der Teilnehmer trotz der heißen Temperaturen gefreut. Diese Unternehmertage haben sich schon jetzt als festes Bindeglied zwischen der regionalen Wirtschaft und den Profis in den Bereichen Gesundheit und Rehabilitation erwiesen.
 
 
Kristina Schweier von der Kanzlei für Arbeitsrecht Schweier, München
 

 

Impressionen